How to be cool. Heute: CDU

August 19, 2009 · Posted in Krise · 10 Comments 

Man muss sich wirklich keine Sorgen darüber machen, ob die CDU irgendwann mal cool wird, denn sie zerstört sich selbst bei dem Versuch, cool zu werden. Der Spot, der auf Youtube kursiert macht das mal wieder deutlich. Wir sehen: Ein Pärchen am Morgen danach. Er kuschelt sich aus dem Bett und geht erstmal duschen. Sie muss eine ziemlich gute Nacht gehabt haben, denn sie lächelt ihm verliebt hinterher, bevor sie ersteinmal einen Erkundungstrip duch die ihr offensichtlich unbekannte Wohnung startet.

Dabei schnüffelt sie ein bisschen in seinen Sachen rum und zieht aus einem Regal unter einem Stapel anderer Papiere einen Zettel heraus, den sie mit Erstaunen durchliest, schließlich fallen lässt, um daraufhin die Wohnung fluchtartig zu verlassen. Nicht ohne vorher eine Träne abzudrücken. Er kommt aus dem Bad, hat wohl die Tür zuschlagen gehört und sieht auf dem Boden einen Zettel liegen – ein Antrag auf Mitgliedschaft in der SPD.

Was sagt uns dieser Spott:
1. SPD-Fans haben coole Wohnungen
2. SPD-Fans schleppen hübsche Frauen ab
3. CDU-Fans nehmen die Sache mit dem Persönlichkeitsrecht nicht all zu ernst und schnüffeln mal gerne in den Wohnungen anderer herum.
Für weitere Interpretationen ist noch Luft.

Update, 19 August

Das Marktforschungsinstitut Forsa hat im Juni 2009 im Auftrag des BITKOM 1005 repräsentativ ausgewählte Personen ab 18 Jahre per Telefon (!) befragt. Herausgekommen ist dabei eine Studie, die BITKOM am 19. August mit der markigen Überschrift Das Internet wird wahlentscheidend veröffentlichte. Tenor:  “… Demnach sagen 44 Prozent der wahlberechtigen Bundesbürger, dass eine Partei ohne den Einsatz des Internets heute keine Wahl mehr gewinnen kann  (…). Das Internet wird zum zentralen Medium für die Kommunikation zwischen Politik und Bürgern, sagte BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Dreiviertel der 18- bis 29-Jährigen informierten sich im Web über Politik, so BITKOM.