SPD: Can’t return to sender.
Freitag Abend war mal wieder der Papierkorb, der genau unter den Briefkästen in unserem Hausflur befestigt ist, randvoll mit Werbesendungen, die die Mieter offensichtlich nicht einmal öffnen wollten.
Es ist ja bekannt, dass Briefe wie „Wichtige Nachricht an alle deutschen Haushalte“ eine eher niedrige Öffnungsrate haben.
Die Strategen von der SPD haben sich nun offenbar Gedanken darüber gemacht, wie sie es schaffen, dass die Werbebriefe nicht direkt vom Briefkasten in den darunter befindlichen Papierkorb fallen, sondern wenigstens auf den Stufen hinauf zur Wohnung geöffnet und – ja, vielleicht auch das –gelesen werden.
Das Resultat: Ein Brief ohne Absender mit der doch anmaßenden fett gedruckten Behauptung, eine „Wichtige Wahlinformation!“ zu beinhalten. Offensichtlich weiß die SPD (oder die sie beratende Agentur), dass ein offizieller Brief, der den klaren Absender SPD trägt, bei den meisten Bürgern ungelesen in den Papierkorb wandert. Also verzichtet man auf Ehrlichkeit und Transparenz und gaukelt eine amtliche Wahlsache vor.
Es geht hier nicht um die Problematik unerwünschter Werbung. Ich habe an meinem Briefkasten keinen „Keine Werbung“-Aufkleber. Ich will mich nur nicht verarschen lassen. Und ich wollte bislang auch glauben, das Björn Böhning das gar nicht nötig hat.
Noch ein Tipp für die nächsten Wahlen: Der Brief hätte sicher noch mehr Leute zum Öffnen bewogen, wenn die Verarsche konsequenter durchgezogen worden wäre. So wäre es sicher ein leichtes gewesen, die Briefe in Friedrichshain/Kreuzberg durch die PIN AG austragen zu lassen. Die unterbezahlten Briefträger erledigen nämlich schon seit einiger Zeit die Zustellung für die Bezirksämter und verteilen auch die echten „Amtlichen Wahlsachen“ mit den Briefwahlunterlagen. Allerdings mit Absender.
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2 Responses to “SPD: Can’t return to sender.”
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Björn Böhning will der Kreuzberger Pirat sein und leistet sich alle paar Tage einen Schnitzer. Nach Zensur in seinem Blog (Berliner Morgenpost berichtete) nun anonyme Briefe unter Vorgabe falscher Tatsachen. Hätte sein Name als Absender draufgestanden hätte ich sogar gelesen was drin steht. So war ich nur verärgert. Also Björn, nochmal eine Legislaturperiode üben, bitte.
Hast du mal nen link zu dem artikel übner zensur in seinem blog bei der morgenpost? hab nischt gefunden